Vadym Pogorilyy Quintett

Mit einem ukrainisch-deutschen Quintett stellt sich der bandleader Pogorilyy  im Keller vor: er kam im Ukraine Prime Orchestra nach Deutschland und arbeitet seit 2 Jahren an seiner Jazzkarriere. Schnell fand er Anschluß an die besonders reiche Kölner Jazzszene und kann sowohl bereits mit eigenen Kompositionen brillieren als auch seine Verbundenheit mit der Jazztradition ins Spiel einbringen. Sein Kollege am Saxophon hat das in der Ukraine schon lange bewiesen. Beide sind aus Charkiw - wie der Dichter und Friedenspreisträger Serhij Zhadan -, der zweitgrößten Stadt der Ukraine, die ein enormes Kulturleben aufrecht erhält.

Clemens Orth, Mitglied in Gunter Hampels band, Schüler von Kenny Werner in NYC, entfaltet heute von Köln aus als Musiker, Songwriter und Produzent zahlreiche Aktivitäten, u.a. mit einem Jazztrio.

Stefan Rey studierte Bass bei Dietmar Fuhr, er legt das rhythmische Fundment für die band zusammen mit Dominik Raab am Schlagzeug. Wir kennen ihn als swingenden drummer, der international tourt u.a. mit Eric Alexander, Jim McNeely, Tony Lakatos.

Lassen Sie sich auf das Abenteuer ein, neue bands auf unserer Bühne zu erleben, hier nicht zuletzt auch aus Solidarität mit der Ukraine! Und wieder erlebt man, welch verbindendes Element die Sprache des Jazz sein kann.

Vadym Pogorilyy: „Am 24.2.2022 hatte ich einen Studiotermin für Video-und Audioaufnahmen. Frühmorgens bekam ich Anrufe aus der Familie. Mein Gehirn weigerte sich, zu glauben,was sie mir sagen wollten: Der Krieg wurde begonnen. Nach ein paar Tagen war uns klar, dass nichts mehr je sein könnte wie zuvor. Meine Familie und ich beschlossen daher, die Ukraine zu verlassen. Es war eine harte, aber für uns die richtige Entscheidung. Wir hatten eine gefährliche und lange Reise, aber auch viel Hilfe, dafür sind wir sehr dankbar. Viele Verwandte sind in der Ukraine geblieben, so trifft jeder seine eigene Entscheidung, solange es möglich ist. Für alle war es hart, ein neues Leben zu beginnen, aber ich bekam sehr viel Unterstützung in der deutschen Musikszene. Mit einigen dieser Kollegen kann ich jetzt Konzerte geben in Deutschland. Meine eigenen Kompositionen sind natürlich beeinflußt von diesen Ereignissen, aber ebenso intensiv bin ich verbunden mit der Jazztradition. Ich hoffe, unsere Musik vermittelt diese beiden Seiten und das deutsche Publikum findet Freude darin. Die Welt durchlebt harte Zeiten, aber man kann immer streiten für Freiheit, Hoffnung, Lebensfreude, auch durch Musik!“

Vadym Pogorilyy | Trompete
Yevgenij Kuzmov | Saxophon
Clemens Orth | Piano
Stefan Rey | Bass
Dominik Raab | Schlagzeug