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Freitag, 23. Januar 2009 

Frédéric Rabold Crew 

Frédéric Rabold Crew
Frédéric Rabold (tp) / Andreas Rapp (sax) /
Alexander Buhl (sax) / Regina Büchner (sax/kl) /
Christian Brinkschmidt (b) /
Joachim Lambrecht (dr) / Stefan Zbik (g)
Eintritt: 16,- € / 13,- € ermäßigt

Seit 40 Jahren gibt es die "Crew" des Trompeters Frédéric Rabold. Über die Jahrzehnte hat sie die Stuttgarter Jazz-Szene entscheidend beeinflusst und geprägt. Immer wieder hat der einfallsreiche Rabold neue Talente entdeckt und gefördert. Das Gespür dafür hat ihm noch ungeschliffene junge Musiker wie den vielseitigen Saxophonisten Andreas Rapp und den erst 24-jährigen, aber professionell agierenden Saxophonisten Alexander Bühl beschert. Der Gitarrist Stefan Zbik sorgt in der Formation für besondere Farbtupfer. Das stabile Gerüst bilden der Bassist Christian Brinkschmidt und die Saxophonistin/Klarinettistin Regina Büchner. Beide stießen ebenfalls als äußerst begabter Nachwuchs zur Gruppe. Feste Konstante und rhythmisches Rückgrat ist der Schlagzeuger Joachim Lambrecht. Impulsiv und lebendig, in einem stetigen Wechsel von "verschnörkelten" und geradlinigen Melodien, "vertrackten" und eingängigen Rhythmen ist jeder Auftritt der "Crew" ein spannendes Klangerlebnis.
Rabold studierte von 1961 bis 1964 an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Ab 1965 spielte er im Quartett des Heilbronner Schlagzeugers und Chef des Jazzclubs "Cave 61", Axel Lauser. 1968 gründete er seine erste Frédéric Rabold Crew, die rasch für Aufmerksamkeit in der deutschen "Modern-Jazz-Szene" sorgte und die an maßgeblichen Festivals teilnehmen konnte. Im Auftrag des Goethe-Instituts unternahm die Gruppe ausgedehnte Tourneen durch Osteuropa. Den verschiedenen Besetzungen dieser Crew gehörten u.a. Herbert Joos (tp), Bernd Konrad (sax), Eberhard Weber (b), Thomas Stabenow (b), Manfred Kniel (dr) oder die Sängerin Lauren Newton an. Daneben hat Rabold mit Avantgarde-Jazz-Musikern wie Gunter Hampel, Leszek Zadlo, Perry Robinson, Lester Bowie, Manfred Schoof, Michael Sell, Albert Mangelsdorff, Tony Oxley und Jeanne Lee gearbeitet. Nach einer Pause seit 1984, während der Rabold sich im Wesentlichen mit der von ihm bis heute geleiteten Stuttgarter Uni-Big-Band um die Nachwuchsförderung kümmerte, gründete er 1995 eine neue Crew. Als Komponist ist Rabold durch George Russell, Gil Evans und Charles Mingus beeinflusst.
Stillstand und sentimentale Rückbesinnung sind dem Vollblutmusiker Frédéric Rabold fremd. Sein Einfallsreichtum scheint nach wie vor keine Grenzen zu kennen.